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Als jemand, der seit 29 jahren beruflich mit Steuern zu tun hat, komme ich nicht darum herum etwas kritisches zum Thema Steuerbonus zu sagen. Ich halte es für Schwachsinn hoch drei, den Steuerbürgern vorzugaukeln,, der Staat hätte Geld als Belohnung übrig (300 € Ledige/600 € Verheiratete), wenn sie ihm nur keine Arbeit machen und es bleiben lassen eine Steuererklärung abzugeben. Geldleistung für Arbeitsvermeidung und das bei der klassischen Eingriffsverwaltung !!! Das entbehrt jeder Systematik und Logik. Es wäre besser steuerehrliches Verhalten, die termingerechte bzw. frühe Abgabe von Erklärungen und pünktliches Steuerzahlen zu belohnen (tax compliance). Hierfür wäre ein Bonus eher angebracht. Auch in Wahlkampfzeiten sollten wir uns ausreichend Zeit lassen, um die Sinnhaftigkeit von Vorschlägen zu prüfen. Das Thema Steuerbonus mag populistisch sein, aber ein Beitrag zu weniger Bürokratie und der sinnvollen Verwendung von Steuergeldern, ist es auf gar keinen Fall. Auch den Begriff Reichensteuer sollten wir schnellstmöglich aus unserem Wortschatz streichen, da er nur eine unnütze Neiddebatte schürt und wir auch von den finanziellen Leistungsträgern gewählt werden wollen. Der unsägliche Begriff dient eher dazu Wähler in der Mittelschicht abzuschrecken. Die Wiedereinführung der Vermögensteuer wäre eine bessere Lösung als die Einkommensteuer im oberen Bereich noch einmal zu erhöhen. In der Regierungszeit von Gerhard Schröder habe wir den Spitzensteuersatz auf 42 % gesenkt. Mit den jetzigen Vorschlägen drehen wir das Rad wieder zurück - wollen wir das ernsthaft ? Anstatt ständig am Spitzensteuersatz zu drehen, wäre eine grundlegende Steuerreform mit Abschaffung von Ausnahmen bei gleichzeitiger Verbreiterung der Bemessungsgrundlage, stetige Anpassung des Grundfreibetrags zur Beseitigung der sog. kalten Progression, der bessere Weg. Das Thema Steuern ist kompliziert und läßt sich nicht sachgerecht plakativ im Wahlkampf darstellen. Auch deswegen sollte man überlegen, ob man so etwas zum Wahlkampfthema macht. Ich erinnere an den populistischen Bierdeckelbeitrag des Herrn Friedrich Merz von der CDU und ein paar Leuten aus der FDP im Wahlkampf. 2005.

von Rudi Jacob am: 21.04.2009, 22:26 Uhr


Die SPD hat am 19.April ein gutes Wahlprogramm beschlossen, in dem für jeden was dabei ist. Ich kann die Kritik der Mitbewerbern nicht verstehen, in diesem 59 Seiten Programm geht es nicht nur um Mehrheitsbeschaffung, sondern auch um die Solidarität in der Gesellschaft. Hier wird nicht bestimmte Gruppe zur Kasse gebeten, aber Weil der Steuersatz für Großverdiener in den letzten Jahren von 56% auf 42% gesunken ist, leuchtet mir ein, wenn der Staat wieder mehr Geld braucht, eher bei Besserverdienenden ansetzen sollte. Ein funktionierender Markt schafft zwar effizient aber nicht Gerechtigkeit, dafür ist die Politik zuständig. Ein handlungsfähiger Staat kann nur solidarisch finanziert werden. Grüsse kadir Akbal

von Akbal, Kadir am: 20.04.2009, 14:41 Uhr


google google

von Sheldon am: 17.04.2009, 10:06 Uhr, Homepage: google.com


Ein Ökonomischer Wahnsinn istdie Abwrackprämie. Kritik an der Prämie kam auch vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag. DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann sprach von einem "Pyrrhus-Sieg für die Autoindustrie". Die Kleinwagenhersteller werden 2010 erhebliche Verkaufseinbuße hinnehmen müssen. Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz warnte, „andere Branchen zahlen die Zeche für die Subventionierung der Autoindustrie“. Ob die Rechnung aufgeht, dass Wählerstimmen gekauft werden können? Irgendjemand wird dafür zahlen müssen. Am Ende wird die Regierung abgewrackt, Umweltprämie bekommen die Grünen und die FDP wird auf 18% subventioniert. Frohe Ostern, Kadir Akbal

von A.Kadir Akbal am: 08.04.2009, 21:36 Uhr, Homepage: www.juwelier-akbal.de

Kommentar:

Die Abwrackprämie ist durchaus umstritten. Auch unter den Genossen der SPD. Wer soll im Ergebnis diese Milliarden in die Kassen zahlen, die zuvor so freigiebig gelehrt werden ? Gäbe es die Abwrackprämie auch wenn es kein Wahljahr gäbe ? Werden sich nicht später erhebliche Verkaufseinbußen einstellen ? Wer diese Fragen - wie die CDU - nicht gelten lässt, handelt leichtfertig und verkennt die Belastung kommender Generationen. Wir müssen mit dem Geld unsere Kinder sorgfältig umgehen. Deshalb soll es erlaubt sein, die Maßnahme trotz Beteiligung der SPD auch auf einer SPD-Homepage in Frage zu stellen. Admin M.W.


Hallo, schöne Seite. Ein kleiner Hinweis: bei Platz 56 der Stadtratsliste ist kein Name angegeben. Herzlicher Gruß Bernhard

von Bernhard Kukatzki am: 08.04.2009, 18:31 Uhr

Kommentar:

Wie immer bei der SPD: Auf berechtigte Kritik wir schnell reagiert und nicht nur diskutiert. Hier wird gehandelt und nicht gemosert. Der Fehler ist behoben ! Viele Grüße Martin


Hallo lieber Homepage Besucher, wir freuen uns über Grüße, Kommentare, Kritik und Diskussionen etc. Viele Grüße vom Administrator

von Martin Wegner am: 22.02.2009, 00:56 Uhr


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